03.02.2020

Thonkunst unterwegs in Berlin

Zum Tag des Gedenkens der Opfer des Nationalsozialismus sang Thonkunst in Berlin. Eingeladen hatte der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, Jürgen Dusel.

Am 27. Januar ist seit 1996 in Deutschland der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialis­mus. Seit 2005 ist an diesem Datum auch der Inter­nationale Gedenktag an die Opfer des Holocaust. Zurückzuführen ist dieser Tag auf das Jahr 1945, dem Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee.

Das Ensemble Thonkunst war an diesem Tag durch den Beauftragten der Bundesregierung für die Be­lange von Menschen mit Behinderung, Herrn Jürgen Dusel, nach Berlin eingeladen.

Um 11 Uhr fand eine Kranzniederlegung an der Tier­gartenstraße statt. An der Stelle der Hausnummer 4 stand früher eine Villa, in der sich die Planungs-und Verwaltungsbehörde der sogenannten Aktion T4 befand. Diese Behörde plante die Ermordung kranker und geistig behinderter Menschen. Heute erinnert eine Gedenkplatte an die Massenmorde.

Zahlreiche Menschen waren zu dieser Gedenkveranstaltung gekommen, darunter auch viele Politiker*innen wie Claudia Roth und Ulla Schmidt. Thonkunst umrahmte das Gedenken mit drei Stücken.

Am Abend gaben wir ein Konzert im Kleist­haus. Gestaltet wurde dieser Abend gemeinsam mit der Schreibwerk­statt Mahrzahn. Dabei trugen Jugendliche ihre eigenen, in dem Pro­jekt „Unwertes Leben“ entstandenen Texte zwischen unseren einzelnen Musikpassagen vor.

Es entstand ein emotional bewegendes Miteinander von ge­sprochenem Wort und Musik. Dies konnte man auch an der fast atemlosen Stimmung des Publikums im gut gefüllten Saal des Kleisthauses spüren. Und so fand dieser wichtige Tag des Gedenkens einen andächtigen und würdevollen Abschluss.

Fotos: Behindertenbeauftragter/Christian Marquardt

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Christine Heuer

Christine Heuer

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