28.07.2021

Niemand im Abseits: Inklusion bei „Turbo für Talente“

Im inklusiven Fußballcamp trainieren in dieser Woche 52 Kinder und Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam unter professioneller Anleitung.

Seit Montagmorgen, 9.30 Uhr, herrscht auf dem Gelände des Berufsbildungswerkes (BBW) Leipzig Hören – Sprache – Kommunikation reges Treiben. Es ist die erste Woche der Sommerferien. Auf dem Fußballfeld teilen Trainer Kinder in Gruppen ein, geben Bälle aus. Gleich beginnt das Training an diesem ersten von insgesamt fünf Tagen des Ferienprogramms. Die Teilnehmenden haben sich einen der begehrten Plätze in der Fußballschule von RB Leipzig gesichert. Im inklusiven Fußballcamp, das Porsche, RB Leipzig und das Berufsbildungswerk gemeinsam austragen, steht die Individualität der einzelnen Teilnehmenden in Vordergrund. 52 Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren trainieren gemeinsam unter Anleitung von Profitrainern. Darunter sind Kinder mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen oder auch Sprachbeeinträchtigungen. Das Ziel: Kinder mit Behinderungen und aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen sollen ganz normal teilhaben können. Jeden Tag absolvieren die Kinder kleinere Turniere mit einer Preisverleihung für die Sieger. Auch ein Torwarttraining und der Besuch von Maskottchen Bulli stehen auf dem Stundenplan. Wie lebt es sich eigentlich mit einer Behinderung? Um den Kindern einen Eindruck dessen zu vermitteln, lernen sie in der Woche auch das Fingeralphabet, das zusätzlich zur Gebärdensprache verwendet wird, kennen und können sich im Rollstuhlrugby messen.

Bei den jungen Kickern kommt das Programm super an. „Mit der Fußballschule schaffen wir ein besonderes Angebot für eine Vielzahl von Kindern. Es ist toll zu sehen, wie viel Spaß und Begeisterung sie beim Training auf dem Platz und den verschiedenen Wettkämpfen haben. Dass einige der Teilnehmer eine Behinderung haben, spielt für die Kinder überhaupt keine Rolle. Die Leidenschaft für Fußball bringt sie schnell zusammen“, sagt Ingo Hertzsch, Teamleiter CSR und Fußballschule bei RB Leipzig.

Im vergangenen Jahr fand die inklusive Fußballschule erstmalig auf dem Gelände des BBW statt. Neben optimalen sportlichen Bedingungen bringt das BBW vor allem einen wertvollen Erfahrungsschatz beim Thema Inklusion ein. „Unsere Zielvorstellung einer inklusiven Gesellschaft ist, dass wir nicht mehr darüber sprechen müssen, dass Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gleichberechtigt leben. Mit dem inklusiven Fußballcamp legen wir einen wichtigen Grundstein für dieses Verständnis in der nächsten Generation“, sagt Dr. Grit Franke, Geschäftsbereichsleiterin BBW Leipzig.

Porsche ist seit 2014 strategischer Jugendpartner von RB Leipzig und fördert unter dem Motto „Turbo für Talente“ aussichtsreiche Nachwuchstalente. Ein weiterer Hauptgedanke der Kooperation ist es, Kinder und Jugendliche für den Mannschaftssport zu begeistern und ihnen den Zugang zum Vereinssport zu erleichtern. Daher ist die Teilnahme an der inklusiven Fußballschule kostenlos.

„Porsche steht für Perspektivenvielfalt und Chancengleichheit. Inklusion ist ein Teil davon. Wir sehen es als Selbstverständlichkeit an, allen Menschen die gleichen Chancen zu bieten. Daher freuen wir uns, gemeinsam mit unseren Partnern das Inklusionscamp anbieten zu können und damit den Inklusionsgedanken in unsere Porsche Jugendförderung zu integrieren“, sagt Gerd Rupp, Vorsitzender der Geschäftsführung der Porsche Leipzig GmbH.

Fotos: Kristian Scheffler Fotografie (https://www.scheffler-fotografie.de/

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Christine Heuer

Christine Heuer

Leiterin Unternehmenskommunikation

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Teilnehmende der RB Fußballschule sitzen auf dem Fußballplatz
Trainer und Teilnehmende der RB Fußballschule bei einer Teambesprechung
Maskottchen Bulli klatscht die Teilnehmenden der Fußballschule ab
Teilnehmer der Fußballschule schießt auf das Tor - Bulli als Torwart
Torwandschießen mit RB-Maskottchen Bulli
Kennenlernen des Fingeralphabets der Deutschen Gebärdensprache in der Mittagspause
Teilnehmer der RB Fußballschule schießen auf das Tor