Anlässlich des Internationalen Tages der Jugend am 12. August 2026 betont die Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke (BAG BBW) die Bedeutung junger Menschen mit Behinderung für eine vielfältige und demokratische Gesellschaft. Tobias Schmidt, Vorsitzender der BAG BBW, erklärt:
"Inklusion und Demokratie gehören zusammen. Rund 16.000 junge Menschen mit Behinderungen werden derzeit in 51 Berufsbildungswerken in Deutschland auf ihr Berufsleben vorbereitet. Gerade in Zeiten von Krisen, wirtschaftlicher Unsicherheit und gesellschaftlicher Polarisierung brauchen junge Menschen Perspektiven und Orte, an denen sie gesehen und gefördert werden.
Berufsbildungswerke unterstützen junge Menschen mit unterschiedlichen Unterstützungsbedarfen auf ihrem Weg in Ausbildung und Beschäftigung. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Fach- und Arbeitskräftesicherung. Dabei geht es um mehr als berufliche Qualifikation: Berufsbildungswerke stärken Selbstvertrauen und Eigenständigkeit, ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und fördern demokratische Bildung. Sie sind ein unverzichtbarer Bestandteil im inklusiven Ausbildungssystem.
Mit großer Sorge beobachten wir den geplanten Sparkurs in der Eingliederungs- und Jugendhilfe. Es braucht von der Bundesregierung ein klares Bekenntnis zur Teilhabe junger Menschen mit Behinderung. Dazu gehört auch, die Finanzierung der beruflichen Rehabilitation langfristig zu sichern und damit nachhaltige Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Alle jungen Menschen müssen eine faire Chance auf berufliche Teilhabe haben – unabhängig davon, welche Unterstützung sie benötigen. Das ist keine Aufgabe für irgendwann, sondern eine drängende Zukunftsaufgabe für unsere Gesellschaft. Wer jungen Menschen heute Perspektiven eröffnet, gestaltet die Arbeitswelt und Gesellschaft von morgen.“
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