24.06.2020

Andacht zum Johannistag

Über die Umkehr im Leben

Am 24.6. wird Johannis-Tag gefeiert. Wer ist dieser Johannes gewesen? Gemeint ist Johannes der Täufer. Seine Mutter, Elisabeth, war die Cousine von Maria. Und Maria ist die Mutter von Jesus. Jesus und Johannes sind also Groß-Cousins.

Was hat dieser Mann gemacht? Johannes taufte Menschen. Das bedeutete: Er forderte Menschen auf, über ihr Leben nachzudenken. Was läuft nicht gut? Was macht mich krank? Was ist nicht gut für die Welt? Was ist nicht gut für die Menschen-Gemeinschaft? Seine Botschaft war: Seht, was nicht gut ist, und ändert es! Macht es besser! Menschen, die das verstanden, ließen sich von ihm taufen. D.h., er tauchte sie im Wasser des Flusses Jordan unter.

  • Wasser ist ein Symbol für Reinigung. Wenn wir etwas abwaschen wollen, dann benutzen wir Wasser.
  • Wasser ist aber auch das Symbol für Leben. Ohne Wasser, kann nichts wachsen und bestehen. Leben braucht Wasser.
  • Wasser ist aber auch das Symbol für den Tod, denn im Wasser kann man ertrinken, und unter Wasser zu atmen ist für uns Menschen nicht möglich.

Taufe ist ein äußeres Zeichen für etwas, das sich in meinem alltäglichen Leben abspielen soll. Falsche Verhaltensweisen sollen „sterben“, - man soll die falschen Handlungen lassen – und andere, bessere Handlungen sollen „leben“ – man soll diese besseren Handlungen tun. Diesen Prozess nennt die Bibel „Umkehr“. Wir brauchen das immer wieder im Leben. Privat und auf Arbeit. Wir brauchen die Frage: Was ist nicht gut? Und wir brauchen den Mut, die Dinge zu ändern. So, dass es besser wird. Darum ist die Botschaft des Johannis-Festes immer aktuell.

Zum Schluss noch eine kurze Bemerkung zum Datum. Der 24.6. liegt genau ein halbes Jahr vor dem 24.12. – dem Weihnachtsfest. Nach der Tradition feiern wir am 24.12. die Geburt von Jesus. Die Bibel erzählt uns, dass Johannes der Täufer ein halbes Jahr vor Jesus geboren wurde. Darum ist es Tradition geworden, dass wir ein halbes Jahr vor Weihnachten, den Geburtstag von Johannes dem Täufer feiern. Schon jetzt lohnt es sich, an Weihnachten zu denken. Wie will ich es denn dieses Jahr gern feiern? Vielleicht möchte ich es einmal ganz anders als sonst? Dann ist jetzt noch gut Zeit, das klug vorzubereiten.

Wir wünschen euch allen immer wieder „Umkehr“ im Leben. Wir wüschen euch einen gesegneten Johannistag.

Dr. Ronny Valdorf und Johanna Stein
Theologischer Dienst

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