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Lesefest in leichter Sprache

Einfache Worte, kurze Sätze und dazu viele Bilder – so erlebten rund 300 Kinder und Jugendliche in der Stadtbibliothek ein Lesefest in leichter Sprache. Am Mittwoch, dem 8. September, trafen sie sich am Vormittag, um Geschichten, Bücher und die Lust am Lesen zu entdecken.

Bereits zum dritten Mal fand das Lesefest statt, aber noch nie gab es so viele Anmeldungen aus Förderschulen und Behindertenwerkstätten sowie von jungen Menschen mit Lese- und Schreibschwächen.

Wegen der hohen Teilnehmerzahl fanden gleich zwei Eröffnungen hintereinander statt. In der ersten Runde begrüßte der LVB-Chef Ulf Middelberg die lesebegeisterten Gäste. „Ich freue mich sehr, beim Lesefest in leichter Sprache mitmachen zu dürfen. Es ist eine tolle Gelegenheit, ein Lieblingsthema mit anderen zu teilen. Sprache ist ein großer Schatz.“ erläuterte er sein Engagement für dieses Fest.

In der zweiten Runde stand die Direktorin der Leipziger Städtischen Bibliotheken, Susanne Metz, auf der Bühne und erzählte, dass sie gern die Bibliothek leitet, weil „immer wieder neue Themen und Ideen dazukommen, was wir als Bibliothek mit Partnern für die Leipziger und Leipzigerinnen anbieten können. Das Lesefest in Leichter Sprache ist so ein Angebot. Es macht viel Spaß mit und für dieses lesebegeisterte Publikum mit vielen Kooperationspartnern ein besonderes Lesefest auszurichten.“

Zur Eröffnung wurden auch die Gewinner des Schreibwettbewerbs zum Thema „Als ich mutig war“ und deren Texte vorgestellt. Nach der Eröffnungsveranstaltung stand die Literatur in leichter Sprache im Mittelpunkt, die in Lesungen und Workshops gelesen oder erzählt wurde. In kleinen Runden hörten die Teilnehmer Geschichten über Fußball mit RB Leipzig, über Tiere mit dem Zoo Leipzig, zur Feuerwehr, über die LVB, über die Stadt, aus aller Welt, Märchen und Mangas...

Ein besonderes Angebot war die „Mehrsinnesgeschichte“ für Kinder und Jugendliche mit einer Mehrfachbehinderung. Das Märchen „Sterntaler“ wurde als Geschichte zum Hören, Schauen, Riechen und Fühlen dargeboten, so dass ein Verstehen über die Sinne auch für Menschen mit komplexer Behinderung möglich wurde.

Barrieren abzubauen ist auch ein Anliegen des Berufsbildungswerks Leipzig, das gerade einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention fertiggestellt hat. „Als Berufsbildungswerk wollen wir Chancengleichheit in der Bildung herstellen. Dazu gehört auch ein leichterer Zugang zu Informationen. Ein Lesefest in leichter Sprache trägt dazu bei, die Scheu vorm Lesen zu verlieren und damit den Anschluss an die Gesellschaft zu verbessern“, so Maike Hillenbach vom Berufsbildungswerk Leipzig. „Darum unterstützen wir die Stadt gerne bei der Durchführung des Lesefestes und haben von Beginn an die Projektkoordination übernommen.“

Das Lesefest in leichter Sprache wird gefördert vom Freistaat Sachsen und veranstaltet vom Berufsbildungswerk Leipzig, der Stadt Leipzig, der Diakonie am Thonberg, der Werner-Vogel-Schule, der Lebenshilfe Leipzig sowie den Leipziger Städtischen Bibliotheken. Unterstützung fand das Lesefest außerdem durch Auszubildende der Bildungsakademie Dresden.