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Leipzig liest 2018

Du, Nachbar Gott

Rollstuhlgerecht

Sibylle Kuhne las Rainer Maria Rilke

Rilke (1875 – 1926) war ein großer „Sänger der Liebe“, voller Sehnsucht nach Vollendung und Erlösung. Ein Tröster, der uns an die Hand nimmt und entführt zur Quelle allen Seins wie kein anderer: „Du mußt das Leben nicht verstehen, dann wird es werden wie ein Fest“. Sibylle Kuhne trägt berühmte Gedichte vor wie „Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen“ oder „Alles ist Eins“. Tauchen Sie ein in die Magie eines Dichters.

Lesung mit Musik: Jana Hellem (Flöte) und Sebastian Korth (Violine)

Alles inklusive.

Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache, Rollstuhlgerecht

Aus dem Leben mit meiner behinderten Tochter: Lesung und Gespräch mit Mutter und Bloggerin Mareice Kaiser

„96 Prozent aller Kinder kommen gesund zur Welt. Meine Tochter gehört zu den anderen vier Prozent.“ Elternwerden hatte sich Mareice Kaiser anders vorgestellt: Ihre erste Tochter kommt durch einen seltenen Chromosomenfehler mehrfach behindert zur Welt. Das Wochenbett verbringen sie im Krankenhaus, statt zur Krabbelgruppe gehen sie zum Kinderarzt. Mareice Kaiser erzählt von der Unplanbarkeit des Lebens, vom Alltag zwischen Krankenhaus und Kita, von ungewollten Rechtfertigungen, dummen Sprüchen, stereotypen Rollenverteilungen, bürokratischem Irrsinn und schwierigen Gewissensfragen. Es ist die Geschichte einer jungen Mutter, die mehr sein will als die Pflegekraft für ihre behinderte Tochter. „Ich möchte nicht in einer Gesellschaft leben, in der mein Kind die Kita verlassen muss, weil es zu behindert ist. Ich möchte nicht in einer Gesellschaft leben, in der ich dankbar dafür sein muss, wenn jemand mein Kind betreut, weil ich arbeiten möchte. Ich möchte nicht immer auf Glück angewiesen sein. Wie soll sich was verändern, wenn niemand kämpft?“

Über ihr inklusives Familienleben berichtet Mareice Kaiser seit Anfang 2014 auf ihrem Blog: http://kaiserinnenreich.de/

lebens-weise

Rollstuhlgerecht

Lesung von Petra Ng’uni
Gedichte zum Themenkreis: Glaube, Frieden und Gerechtigkeit

Petra Ng'uni ist Sozialarbeiterin und Lyrikerin. Themenschwerpunkte ihrer Texte und Gedichte sind Glaube und Religion, Frieden und Gerechtigkeit, Flucht und Migration. Seit 17 Jahren arbeitet sie im Diakoniewerk Gotha als Sozialarbeiterin, derzeit in einer Wohngruppe für minderjährige Geflüchtete. In ihren Gedichten kommt eine kompromisslose pazifistische Haltung zum Ausdruck. Petra Ng’uni schreibt präzise lyrische Miniaturen, die eine schonungslose Wirklichkeit aufdecken ohne die Hoffnung und den Glauben an die Menschen zu verlieren. Sie bezeichnet ihre Gedichte als „Alltagsmystik“, die Erfahrung der Natur und Begegnungen mit Menschen werden zur Passage der Sehnsucht und somit oft zum Gebet. Ihre Werke wurden in diversen Anthologien, Zeitschriften und Jahrbüchern, eigenen Kalendern, Fotobüchern, auf Karten und dem Blog: http://mutquelle.tumblr.com/ veröffentlicht.

Kann man da noch was machen?

Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache, Rollstuhlgerecht

Lesung und Gespräch mit Laura Gehlhaar
Geschichten aus dem Alltag einer Rollstuhlfahrerin

Frei von Selbstmitleid, mit entwaffnender Selbstironie und ebenso tiefsinnig wie unterhaltsam erzählt Laura Gehlhaar Geschichten aus ihrem Alltag auf vier Rädern. Darin werden genau jene Gefühle und Ängste sichtbar, die wir alle bei Liebeskummer, Berufsstress oder Konflikten erleben. Laura Gehlhaar fühlt, denkt und liebt wie jeder andere auch. Das ist ihre Botschaft. Mit einer sehr klaren Haltung, mit Beharrlichkeit und Gefühl nimmt sie uns an die Hand. Denn sie weiß: Inklusion mag mehr denn je in aller Munde sein, aber in der Praxis ist sie lange noch nicht angekommen. Und vor allem weiß sie, dass Inklusion zuallererst im Kopf beginnt.